Mit teilweiser Verwunderung nehmen wir von der SVE die Presse-Reaktion von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke auf unsere sachlichen Kritikpunkte und inhaltlich klar begründeten Fragen zur Zukunft des deutschen Profi-Eishockeys zur Kenntnis. Die Vorwürfe, dass unser Geschäftsführer Populismus betreibe, weisen wir entschieden zurück. Statt einer inhaltlichen Antwort auf unsere Fragen, Kritikpunkte und Vorschläge versucht Herr Tripcke mit seiner Reaktion vom Wesentlichen abzulenken. Dies entspricht weder unserem Stil, noch unserer Intention.

Wir nehmen unsere Aufgabe als Stimme der Profi-Eishockeyspieler in Deutschland wahr und möchten uns sachlich und argumentativ austauschen. Dass versucht wird unserem Verein die Legitimation ausgerechnet dann abzusprechen, wenn nach zwei Jahren nach Gründung vergleichsweise unbequeme aber dringend notwendige Fragen öffentlich gestellt werden, nehmen wir und unsere Mitglieder mit Interesse und Verwunderung zur Kenntnis. Dass Vorschläge, wie etwas besser und professioneller gemacht werden kann, ignoriert werden, überrascht uns nicht.

Herr Tripcke sollte einen sachlichen Austausch bemühen und eine inhaltliche Stellungnahme zu den von uns angeführten Themen geben. Die Themen wiederholen wir an dieser Stelle gerne noch einmal, da sie aus unserer Sicht essentiell wichtig für notwendige Veränderungen und somit für die Chance eine erfolgreiche Zukunft des Profi-Eishockeys in Deutschland zu gestalten sind:

 

  • Unabhängigkeit und Transparenz in Führungsgremien der Liga, somit stringenter einem Compliance-Grundgedanken folgen und weg von Fürstentumgebahren
  • Sportlicher und eishockeybezogener Sachverstand gepaart mit Unternehmertum in den Ligagremien, vor allem im Aufsichtsrat und Geschäftsführung
  • Mitsprache relevanter Akteure (Vereine, Spielervertreter, Fanvertretungen etc.) in grundlegenden Entscheidungen betreffend unseren Sport
  • Nachhaltige und innovative Marketing-, Sponsoring- und Vermarktung-Konzept, Eishockey muss wieder Breitensport werden
  • Proaktive und transparente Kommunikationsvorgehensweise seitens Liga, Betroffene rechtzeitig informieren, Corona hat hier eine reaktive Kommunikationsweise und fehlende Kenntnis über die Situation vieler Betroffenen offengelegt, die zu maximaler Unsicherheit und Irritation führte
  • Gemeinsames, nachhaltiges Nachwuchskonzept unter Einbindung der Liga, der Vereine, des Spieler-Knowhows etc. nachhaltiges Commitment zum Eishockey in Deutschland. Die Liga muss hier vergleichbar wie im Falle der NHL die Klammerfunktion einnehmen und Initiativen, vor allem im Nachwuchsbereich, entwickeln und führen. Davon haben schlussendlich alle Parteien etwas

Inhaltlich ist Herr Tripcke bislang nur auf unsere Kritik an der Kommunikation rund um Corona eingegangen. Dass die Spieler sehr wohl rechtzeitig über Themen wie Spielbetrieb, Gesundheitsthemen und Arbeitsschutz frühzeitig informiert worden seien, können wir nicht bestätigen. Wäre dem so gewesen, hätte unser Geschäftsführer diesen Punkt überhaupt nicht angesprochen. Es besteht keine spielerorientierte und proaktive Kommunikation seitens der Liga. Spieler haben uns nachweislich immer wieder darum gebeten, auf die Liga, mangels Informationen, zuzugehen. Und diese Kommunikation in Richtung der Liga ist wiederum stets belegbar von uns als SVE ausgegangen. Das wiederum zeigt dann auch, dass es sehr wohl Bemühungen von unserer Seite gab, einen konstruktiven Dialog zu führen. Mangelnde Transparenz und ein unsachlicher Umgang mit Kritik schadet dem Image des deutschen Eishockeys in seiner Gesamtheit nachhaltig.

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